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2017-02-01 Start frei - Gute Schule 2020


"Gute Schule 2020" bewegt NRW und kommunale IT-Dienstleister

​Veröffentlichung in der VITAKO Aktuell 01/2017

 

Die Verabschiedung des E-Government-Gesetzes im bevölkerungsreichsten Bundesland wird jetzt konsequent in den einzelnen Ressorts der Landesregierung umgesetzt. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei dem Bildungsbereich zu.

 

In Nordrhein-Westfalen wird das Programm „Gute Schule 2020“ in den kommenden Jahren sehr konkret für die Ertüchtigung der über 6.000 Schulen in öffentlicher Trägerschaft sorgen. Zwei Milliarden Euro stellt die Landesregierung dafür bereit – und finanziert diese gewaltige Summe vollständig über den Haushalt. Jetzt kommt es darauf an, die Investitionsmöglichkeiten
des Programms zeit- und aufgabengerecht bis 2021 sinnvoll vor Ort zu nutzen und umzusetzen. „Die PS müssen auf die Straße gebracht werden“, formuliert es Rainer Heller, Bürgermeister der ostwestfälischen Kreisstadt Detmold, und setzt dabei auch auf die Akteure der kommunalen IT im
Land wie den KDN-Dachverband und d-NRW.


Zweifellos sind viele Schulen in einem beklagenswerten Zustand bezüglich der Gebäude, Infrastruktur und IT-Ausstattung. Das gilt keineswegs nur für NRW mit seinen von den kommunalen Schulträgern unterhaltenen Bildungseinrichtungen. Nachdem Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zusammen
mit ihrer Schulministerin das Program  „Gute Schule 2020“ auf den Weg gebracht hatte, kündigte auch die Bundesregierung an, eine erhebliche Summe zur Sanierung und Modernisierung
bundesweit bereitzustellen.


Gemeinsames Vorgehen


In Nordrhein-Westfalen haben sich die Akteure auf den Weg gemacht, das Förderprogramm „Gute Schule 2020“ in einer konzertierten Aktion gemeinsam umzusetzen und die drängenden
Probleme im Bildungsbereich systematisch zu lösen. Beteiligt sind Schul- und Innenministerium, die kommunalen Spitzenverbände, die Medienberatung NRW, der Dachverband aller kommunalen IT-Dienstleister im Land KDN sowie die kommunal-staatliche Anstalt öffentlichen Rechts d-NRW. Letztere hat seit Januar 2017 ihre Arbeit auf neuer Rechtsgrundlage begonnen.


Zunächst galt es, ein realistisches Bild der heute bestehenden Anschlüsse aller Schulen an eine zukunftsfähige Glasfaser-Infrastruktur zu ermitteln. An der entsprechenden Erhebung beteiligten sich 97 Prozent aller Schulen. Das Ergebnis: Nur ein geringer Prozentanteil aller Bildungseinrichtungen besitzt Glasfaseranschlüsse. Die Defizite sind in einer im Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) in Lemgo betriebenen Datenbank standortscharf verzeichnet.
Angesichts der Tatsache, dass das Land NRW beschlossen hat, 190.000 Lehrkräfte sowie etwa 2,3 Millionen Schülerinnen und Schüler in den kommenden vier Jahren auch mit LOGINEO, einem Portal für pädagogische Inhalte und einer Kommunikationsplattform für die Lehrer-, Schüler- und Elternschaft auszustatten, eine ernüchternde Bilanz.

 

Komplette Infrastruktur


„Gute Schule 2020“ ist keineswegs ein Programm, das ausschließlich nur für  IT-Infrastrukturverbesserungen gedacht ist. Bestehende bauliche Mängel, dringender Sanierungsbedarf, zum Beispiel im Sanitär- und Hygienebereich, unzureichende Versorgungseinrichtungen – der Schulträger vor Ort setzt die Schwerpunkte und entscheidet über die Investitionen.
Dafür müssen Konzepte erarbeitet und vorgelegt werden. Damit soll vermieden werden, dass beispielsweise im Infrastrukturbereich neue „Sprachlabor-Denkmäler“ entstehen, nur um die
Mittel anzufordern und auszugeben.

 

Frühzeitig haben sich einzelne KDN-Mitglieder wie die Stadt Köln oder das krz in den Umsetzungsprozess des Programms „Gute Schule 2020“ eingebracht. Die Erfahrungen
zeigen, dass zwischen Großstädten und der „Situation in der Provinz“ durchaus Unterschiede bestehen.
Sind es hier manchmal nur einige hundert Meter bis zum nächsten Anschluss an zukunftsfähige Glasfaser, fehlen dort manchmal mehrere Kilometer. Doch es gibt auch viele Gemeinsamkeiten: von
der Modernisierung der Inhouse-Verkabelung über den Auf- und Ausbau von WLAN-Infrastrukturen, den Einsatz von zentralen Managementwerkzeugen, zum Beispiel zur Administration mobiler
Endgeräte, bis hin zur Ausstattung von Klassenräumen mit Tablets, Notebooks und Präsentationstechnik, einschließlich Active Boards. All das sind Installationen, mit denen kommunale IT-Dienstleister sehr vertraut sind.

Der KDN hat deshalb gegenüber dem Land, den kommunalen Spitzenverbänden und d-NRW seine Bereitschaft erklärt, die Kompetenz seiner Mitglieder in die Umsetzung für „Gute Schule 2020“
einzubringen – bei der Beschaffung, beim Projektmanagement und auch als Dienstleister für die Einrichtung von WLAN und schulinterner Vernetzung.

 

Zügiger Beginn

 

Wegen der hohen Investitionssummen, die für einen Förderzeitraum von vier Jahren zur Verfügung stehen, gilt es, zügig loszulegen, auch wenn der Breitbandanschluss nicht von Anfang an vorhanden
ist. Wurde zunächst befürchtet, dass die Fördermaßnahmen aus dem Programm „Gute Schule 2020“ zur Glasfaseranbindung an der Grundstücksgrenze der jeweiligen Bildungseinrichtung enden,
erklärte inzwischen die projektfördernde NRW.Bank, auch „wirtschaftliche Lösungen“ über die Grundstücksgrenze hinaus bis zur nächsterreichbaren Glasfaserstrecke zu finanzieren. Damit sind
die Investitionen in den Schulen in jedem Fall gesichert.

Eine außerordentlich gut besuchte gemeinsame Veranstaltung von Medienberatung NRW, Bank, Ministerium, kommunalen Spitzenverbänden sowie dem Breitbandbüro NRW klärte Mitte Januar zahlreiche weitere Fragen. Und das gerade auch im Hinblick auf die Umsetzung des Programms bezüglich geförderter Infrastrukturmaßnahmen. Über 320 Verantwortliche – ob lokale Medienberater
oder Breitbandkoordinatoren, Mitarbeiter der Schulverwaltungsämter oder DV-Koordinatoren – konnten sich davon überzeugen, welche Umsetzungschancen heute bestehen.


Arnsbergs Bürgermeister Hans-Josef Vogel, selbst sehr engagiert beim Thema „Digitale Bildung“, twitterte unmittelbar nach der Auftaktveranstaltung am 17. Januar begeistert: „Einfach und gut –
NRW Programm ‚Gute Schule 2020‘ auch für schulische Breitbandanbindung!“


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©2017 KDN . Letzte Aktualisierung: 7. Juni 2017

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