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10 Jahre VITAKO - Jubiläumsfeier und Fachtagung in München


Presseinformation vom 07.12.2015

Berlin, 7. Dezember 2015.

 

Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister ist zehn Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass fand am Gründungsort München am Donnerstag und Freitag vergangener Woche eine Mitgliederversammlung und Fachtagung statt.


Etwa hundert geladene Gäste, darunter viele ehemalige Geschäftsführer aus Vitako-Mitgliedshäusern sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung, waren der Einladung gefolgt. Am 2. Dezember 2005 war die Bundes-Arbeitsgemeinschaft gegründet worden, nachdem der Wunsch nach einem bundesweiten Zusammenschluss der bis dahin zersplitterten
und allenfalls in regionalen Bündnissen vernetzten öffentlichen IT immer größer geworden war. Über die Vorgeschichte von Vitako und die Geschichte der kommunalen IT in Deutschland ist soeben ein Buch erschienen.


Heute zeigt sich die deutsche Public Sector IT vital und agil. Zehn Jahre Verbandsarbeit haben Vitako zu einer deutlich vernehmbaren Stimme für die Interessen der kommunalen IT-Dienstleister gemacht. Fragt man die Spracherkennungssoftware Siri nach Vitako, schlägt sie „Vital und Co.“ vor. Bei Google dagegen gelangt man direkt zu ProVitako, der Einkaufsgenossenschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. Für Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB), der auf dem Vitako-Geburtstag von seinem Siri-Experiment berichtete, sind IT-Dienstleister zu Zentren der Digitalisierung geworden. Im „Jahrhundert der Kommunen“ habe der kommunale Raum enorm an Bedeutung gewonnen. Das Vertrauen von Bürgerinnen und Bürger in ihre Kommunen sei besonders hoch. Staat und Verwaltung hätten jedoch die Bedeutung von kommunalen Daten als Wirtschaftsgut noch nicht genügend erkannt.
 

Martin Schallbruch, IT-Direktor im Bundesinnenministerium, unterstrich in seinem Grußwort, dass die kommunale Expertise in Fragen der Informationstechnik immer mehr geschätzt werde. Die notwendige Digitalisierung von Behördendiensten erfordere jedoch größere Investitionen in digitale Infrastrukturen, damit der Staat seine Autonomie und Handlungsfähigkeit im digitalen Zeitalter bewahren könne. Dies bezog Schallbruch nicht allein auf breitbandigen Netzzugang. Öffentliche Dienste müssten vielmehr zu einem Leistungsverbund und zu mehr Standardisierung beispielsweise bei der Digitalisierung des Asylverfahrens gelangen.
 

Hierfür sei eine neue Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen notwendig. Nach Ansicht von  Schallbruch müsse sich der Bund um das Backbone kümmern, während der kommunalen Ebene die Gestaltung von „digitalen Räumen“ zufalle, an der Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam teilnehmen müssten. Bildungsangebote, Verkehrsinfrastrukturen, Open Data und weitere Aspekte der Daseinsvorsorge umfassen solche digitalen Räume.


Mit Blick auf die USA, wo die Privatisierung der Verwaltung viel weiter vorangeschritten ist als in Deutschland, unterstrich der ehemalige Vitako-Vorstandsvorsitzende Matthias Kammer, dass die Steuerungsfähigkeit des Staates eng mit der Autonomie über die Bürgerdaten zusammenhänge. Auch in Europa verwahrten über die Hälfte der Mitgliedsstaaten ihre Daten in den Cloud-Diensten von Amazon und Co., was für Deutschland jedoch auszuschließen ist. Rückblickend stellte Matthias Kammer fest, dass es in Verwaltungen lange gebraucht habe, bis IT als Managementaufgabe anerkannt worden ist. Die Erkenntnis „Nichts geht mehr ohne IT“ sei nicht zuletzt auch ein Gründungsimpuls von Vitako gewesen.


Zu den kommunalen Management-Aufgaben zählt die Daseinsvorsorge. Reinhold Harnisch, Geschäftsführer des Kommunalen Rechenzentrums Minden-Ravensberg/ Lippe, mahnte in seinem Vortrag leistungsfähige Netze an. Glasfaser müsse zu einem Standard werden wie Wasser und Strom, sonst stehe „der Leistungskanon der Kommunen auf dem Prüfstand“.


Eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Kommunen in der IT sei hierfür notwendig. Bertram Huke, Geschäftsführer von ekom21, zeigte an vielen Beispielen aus Hessen die Konsolidierungspotenziale, sprich: die Zusammenarbeit, zwischen Land und kommunaler IT auf.

 

Und AKDB-Vorstand Alexander Schroth stellte anhand des bayerischen IT-Programms „Montgelas 3.0“ vor, wie sich Zentralismus und kommunale Selbstverwaltung bei der Verwaltungsmodernisierung versöhnen lassen: durch die enge Einbindung von Spitzenverbänden, Landesministerien und Kommunen – ein Ansatz und Anspruch, den sich auch Vitako für die eigene Arbeit zu eigen macht.


Vitako ist die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. Mehr als 55 Rechenzentren, Software- und Serviceunternehmen mit knapp 12.000 Beschäftigten aus 14 Bundesländern bündeln in dem rechtsfähigen Verein ihr Know-how und stellen es den Kommunen zur Verfügung. Vitako bietet Erfahrungsaustausch und Networking
in circa 20 Arbeitsgruppen, regelmäßige Informationsveranstaltungen, aktuelle Informationen zu Fachthemen, Empfehlungen und Stellungnahmen für Mitglieder, die Fachöffentlichkeit und politische Entscheidungsträger. Der Verein berät und unterstützt die Kommunalen Spitzenverbände bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in zahlreichen
Fragen der Informations- und Kommunikationstechnik. Insgesamt betreuen die Mitgliedsunternehmen über 630.000 IT-Arbeitsplätze in mehr als 10.000 Kommunen und generieren ein jährliches Umsatzbrutto von knapp zwei Milliarden Euro.
 

 

PRESSEKONTAKT:
Vitako – Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister e.V. – Pressesprecherin: Dr. Marianne Wulff –
Markgrafenstraße 22 - D-10117 Berlin - Tel.: 030-20631560 - Fax.: 030-2063156 22 – E-Mail: presse@vitako.de -
www.vitako.de
 

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©2015 KDN . Letzte Aktualisierung: 8. Dezember 2015

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